Wild lebende Vögel im Winter richtig versorgen

Viele Wildvögel sind im Winter auf die Hilfe des Menschen angewiesen. In deinem Garten kannst du den Tieren Rast- und Futterplätze anbieten.

Vögeln im Garten durch den Winter helfen
Manche Vogelarten, zum Beispiel die Nachtigall oder der Kuckuck, suchen vor dem Winter das Weite. Sie fliegen gen Süden und kommen nach der kalten Jahreszeit wieder zurück. Andere Vögel wie Amsel, Meise, Sperling und Co. gehen in heimischen Gärten auf Futtersuche. Sorg dafür, dass sie in deinem Garten fündig werden!

Heimische Vogelarten mit Futtergaben unterstützen
In der kargen winterlichen Landschaft ist Nahrung für manche heimischen Vogelarten rar. Auch auf landwirtschaftlich genutzten Wiesen gehen die Tiere häufig leer aus. Grund dafür sind Pestizide, die Landwirte zum Schutz gegen Insekten anwenden. Keine Insekten heißt: kein Futter für Vögel. Der zunehmende Lebensraumverlust trägt zur Verschärfung des Problems bei.

So machst du deinen Garten vogelfreundlich
Um den Vögeln beim Überleben zu helfen, kannst du mit wenig Aufwand viel bewirken. Durch das Einrichten von Rast- und Futterplätzen lädst du die gefiederten Gesellen in deinen Garten ein und sie kommen gerne wieder.

Rastplätze in Form von Vogelhäuschen
Bei uns im Markt findest du fertige Vogelhäuschen, die du in deiner Grünoase platzieren kannst. Wenn du ein wenig handwerkliches Geschick hast und selbst ein Vogelhaus bauen möchtest, erhältst du hier alle nötigen Materialien und Werkzeuge.

In jedem Fall machst du Wildvögeln mit kleinen Häusern eine große Freude. Sie können sich darin ausruhen und Kraft tanken, die sie im Winter besonders brauchen. Und nicht zuletzt macht es einfach Freude, der bunten Vogelschar in deinem Garten zuzusehen.

Futterstationen abseits der Rastplätze positionieren
Häng Meisenknödel und andere Futtergaben besser nicht im oder am Vogelhaus auf. Ansonsten könnten sich die "Hinterlassenschaften" der Vögel mit dem Futter vermischen und Krankheiten übertragen.

Wähle daher lieber einen weiter entfernten Ort. An Katzen solltest du auch denken. Um Vögel vor ihren scharfkralligen Feinden zu schützen, empfiehlt es sich, die Futtergaben an Ästen aufzuhängen, die Katzen nicht erreichen können.

Weichfutterfresser wie die Amsel gehen am liebsten auf dem Boden auf Nahrungssuche. Stelle Vogelfutter jedoch nur dort auf den Boden oder in Bodennähe auf, wo sie eine gute Rundumsicht haben und Katzen bemerken, die sich anschleichen.

Welches Vogelfutter für welche Art?

  • Körner und Samen (etwa Sonnenblumenkerne und Hanfsamen) für Körnerfresser wie Sperling und Fink
  • Haferflocken, Obst und getrocknete Beeren für Weichfutterfresser wie Zaunkönig, Amsel und Rotkehlchen
  • Mix aus Körnern und Weichfutter für die Allesfresser unter den Wildvögeln, zum Beispiel Specht und Meise

Wichtig: Bitte weder Brot noch Speisereste an Vögel verfüttern. Salz und Gewürze schaden den Tieren. Bei uns im Markt bekommst du geeignete Futtermischungen für jede Vogelart.

Weitere Tipps für fröhliche Vögel in deinem Garten

  • Sträucher und Büsche bieten Nahrung und Unterschlupf, pflanze beispielsweise eine Eberesche ("Vogelbeere")
  • Garten natürlich düngen mit Rindenmulch und Komposterde, keine Chemieprodukte verwenden
  • Totholz und abgestorbene Pflanzenteile für Insekten liegen lassen, denn Insekten dienen als Nahrung für Wildvögel
  • Schälchen mit Trinkwasser bereitstellen
  • Futterplätze und Vogelhäuschen trocken und sauber halten
  • Futter und Wasser regelmäßig erneuern, damit es nicht verdirbt