Soja-Info | 15.05.2020

- Kontrollieren Sie jetzt Ihre Bestände auf Verunkrautung -

Lieber Soja-Anbauer,

Rückblick Aussaat:
wie in den vergangenen beiden Jahren, hatten wir auch heuer mit einer ausgesprochenen Frühjahrstrockenheit fertig zu werden. Folglich wurde früh mit den Feldarbeiten begonnen und so kam es auch heuer um den 10. April (Karwoche) zu den ersten Aussaaten. Frühe Aussaattermine im Soja geben dennoch keine Gewähr, früh ernten zu können. Hierfür spielt bei der Sojabohne der Jahresverlauf hinsichtlich Witterung, Temperatur und Wasserversorgung eine deutlich größere Rolle, als der Saattermin. Die Mehrzahl der Anbaufläche wurde um den 20. April bestellt. Diejenigen, welche im zeitigen Frühjahr bereits die Flächen „abgezogen“ hatten, konnten dadurch wertvolle Feuchtigkeit im Boden halten und somit war es meist möglich die Sojabohne auf einen feuchten Saathorizont abzulegen. Unterstützt durch die allgemein sehr gute Saatgutqualität hinsichtlich Keimfähigkeit von durchwegs über 90%, können wir heuer bis dato einen sehr guten Auflauf feststellen. Wo die Ablage nicht optimal funktioniert hat und die Bohnen teilweise im Trockenen gelegen sind, laufen diese jetzt durch die Feuchtigkeit auf.

Herbizidmaßnahme:
Durch die trockenen Aussaatbedingungen, haben wir auch in diesem Jahr wieder festgestellt, dass eine Applikation möglichst unmittelbar nach der Saat, auch wenn es augenscheinlich trocken ist, die besseren Wirkungsgrade erzielt; zumindest nach jetziger Einschätzung. Gerade beim Spectrum ist ein Wirkungseintritt nach erfolgtem Niederschlag, auch wenn der erst ein paar Tage später fällt, deutlich zu erkennen. Oft taucht die Frage auf, wie lange man nach der Saat mit der Behandlung warten kann. Grundsätzlich darf die Bohne noch keine Wurzelaustriebe haben, wenn gespritzt wird. Bei den relativ hohen Bodentemperaturen war dies heuer bereits nach 3 Tagen der Fall, dass die Bohnen gequollen und erste Wurzelaustriebe gebildet waren. Insgesamt haben wir in den meisten Fällen eine ausreichende Unkrautwirkung erzielt. Trotzdem empfehlen wir eine konsequente Kontrolle der Bestände auf das Unkrautaufkommen. Im kleinen Stadium der Unkräuter (bis 1. Laubblattpaar der Unkräuter) besteht die Möglichkeit mit Clearfield Clentiga + Dash nachzubehandeln, bei dann noch guter Wirkung. Gerade jetzt, nach den Niederschlägen und wenn die Temperaturen wieder steigen, ist es wichtig, die Bestände fast schon täglich zu kontrollieren. Sollte eine Nachauflaufspritzung mit Clearfield Clentiga notwendig sein, ist es wichtig, nicht gleich nach der aktuellen Kaltphase die Behandlung durchzuführen. Geben Sie der Sojabohne ein paar Tage Zeit, um sich von dem Kältestress zu erholen, dann verträgt sie die Spritzung deutlich besser. Hinsichtlich Distel und Ackerwinde kann man unter günstigen Voraussetzungen eine Teilwirkung feststellen.

Knöllchenbakterien:
Im weiteren Verlauf möchten wir an die Kontrolle des Ansatzes mit den wichtigen Knöllchenbakterien erinnern. Am besten ab einer Wuchshöhe von 10-15 cm mit einer kleinen Gartenschaufel eine ganze Pflanze ausgraben und vorsichtig die Wurzeln von der Erde freilegen. Es ist schön zu sehen, ob sich die Knöllchen entwickelt haben. In manchen Fällen dauert es etwas länger, sollten jedoch bei Bierflaschenhöhe noch keine Knöllchenbakterien zu sehen sein, muss eine N-Düngung in Erwägung gezogen werden. Nun wünschen wir Ihnen ein weiterhin erfolgreiches Soja-Jahr und möchten auf unseren kostenfreien Beratungsservice hinweisen. Bei Fragen können Sie sich in unseren Geschäftsstellen melden, oder unseren Sojaberater Herrn Hartmetz unter der Mobilfunknummer 0 163/48 42 209 anrufen.

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