Öko-Feldtag in Kirchdorf

Wie wähle ich nach erfolgreicher Stallreinigung das passende Oberflächendesinfektionsmittel aus, damit auch die hartnäckigsten Erreger eliminiert werden

Am 2. Juli veranstalteten der Naturland Betrieb von Josef Heindl und die RWG St. Wolfgang zum 19. Mal in Kirchdorf den Öko-Feldtag.

Aufgrund der aktuellen Corona-Situation ist der Öko-Feldtag in Öd bei Kirchdorf etwas anders als gewohnt abgelaufen. Neben Anmeldungen gab es eine Gruppeneinteilung und drei Führungen mit jeweils sechs Stationen. Trotz alle dem kamen viele Landwirte und Interessenten zu der Veranstaltung. 

Bei den einzelnen Stationen gab es folgende Schwerpunkte:
Dr. Michael Rittershofer von Tagwerk wies auf die steigende Bedeutung von Hafer als Gesundungsfrucht in der Fruchtfolge und in der Speisebranche hin. Dazu stellte Johannes Wilke von Semo Bio neben langjährig bewährten Sorten auch neue Züchtungen vor, um für jeden Erzeuger und Verarbeiter die geeigneten Sorten zu finden.

Der Maisanbau gewinnt auch im Ökolandbau immer mehr an Bedeutung, allerdings brachte dieses Frühjahr nicht optimale Bedingungen für den wärmeliebenden Mais. Daher ist es noch wichtiger, die passenden Sorten für die unterschiedlichen Nutzungen und Standortbedingungen zu finden. Die jeweiligen Sortenunterschiede veranschaulichte Anton Huber von Limagrain. 

Neben der richtigen Sortenwahl ist auch die Unkrautbekämpfung ein großes Thema im Hackfruchtanbau. Ein modernes, kamerageführtes Hackgerät von Steketee wurde dazu von Agripark erklärt und vorgeführt.

Auf großes Interesse stießen die Winterleguminosen. Wintererbsen und Winterackerbohnen sind Klimagewinner, da sie durch das Ausnutzen der Winterfeuchte Trockenperioden besser überstehen können. Im Gemengeanbau spielt auch die Erosionsgefahr im Winter keine große Rolle mehr, da das Getreide die großen Lücken auffüllt. Diese und noch weitere wichtige Hinweise zum Anbau von Winterleguminosen verdeutlichte Michael Konrad von Naturland.

Das wichtigste Fruchtfolgeglied ist im Ökolandbau das Kleegras. Mit Mischungen, die einen hohen Luzerneanteil haben oder neue Arten wie den Futterchicorée oder Spitzwegerich enthalten, ist auch der Ertrag in Trockenperioden gesichert. Die Eigenschaften dieser Mischungen erklärten Dr. Bartholomäus Zacherl und Franz-Xaver Hirtreiter von der DSV.

Damit der Boden mit dem Klimawandel besser umgehen kann und die Erträge und Qualitäten gesichert werden können, spielt der Humusaufbau eine wichtige Rolle. Damit dieser gelingen kann ist die richtige Nährstoffversorgung des Bodens und somit auch der Pflanzen essentiell. In diese Materie stieg Siegfried Auer von Spower ein. 

Um dazu die richtigen Dünger und Aufwandmengen zu finden, war Georg Brandl von der RWG Erdinger Land mit dem Bodeprobenfahrzeug vor Ort und informierte die Teilnehmer über den bequemen Service, Bodenproben aller Art von diesem Fahrzeug ziehen zu lassen.
Zur Rinderfüttütterung hat Sabrina Lehnen, Fütterungsberatung der RWG Erdinger Land, auf die wichtigsten Punkte in der Fütterung im Rinderbereich hingewiesen. Das neue Sortiment von Milkivit stellte Thomas Folger vor und verwies auf die Wichtigkeit der richtigen Mineralstoffversorgung von Rind und Geflügel.