Kälbergrippe – Wer hustet hat schon verloren

Nicht nur hohe Verluste sind möglich, sondern auch Langezeitschäden wie chronische Lungenentzündung, Kümmerer oder auch reduzierte Einsatzleistungen in der ersten Laktation.

Wodurch wird die Kälbergrippe verursacht?
Bei der Kälbergrippe handelt es sich um eine typische Faktorenkrankheit. Das Zusammenspiel der Faktoren führt zu einer Schwächung der Körperabwehr der Kälber, so dass Viren und Bakterien die Erkrankung auslösen können. In der Regel entwickelt sich die bakterielle Infektion nach einer ersten Virusinfektion.

Verhinderung von Stressfaktoren


1. Stallungen – Kältebrücken vermeiden

  • Gummimatten an Betonwänden -> z.B. alte Liegematten zusammenschneiden
  • „Nest“ bilden durch Deckel über Liegebereich
  • Kälberdecken für schwache Kälber
  • Trockene Einstreu und Liegeflächen -> Desintec Desinfloor Einstreukalk mit ätherischen Ölen, verbessert die Luftqualität durch ätherische Öle
  • Keine Zugluft, vor allem nicht am Boden -> Z.B. Strohballen an Trenngittern aufstellen


2. Hygiene

  • Fliegenbekämpfung mit Desintec AnoEx
  • Regelmäßiges Waschen der Buchten und Iglus mit dem alkalischen Schaumreiniger Desintec StallClean Profi und anschließendem Desinfizieren mit Desintec FL-des Allround (wirkt gegen Bakterien, Viren, Pilze und Parasiten) -> mindestens zweimal pro Jahr um die Desinfektionskette zu unterbrechen
  • Tränkeeimer 
    - mit einem Deckel (Alternativ Strumpfhose) gegen Fliegen abdecken
    - Jede Box bekommt immer den gleichen Eimer, am besten beides mit der gleichen Zahl markieren -> so bekommt jedes Kalb immer „seinen“ Eimer
    regelmäßig mit alkalischem Reiniger auswaschen


3. Kolostrum

  • Qualität
    - wird schon in der Trockensteherfütterung bestimmt -> hochwertiges Mineral und angepasste Fütterung
    - Mit Refraktometer kann der Brixgehalt gemessen werden (>21,5%), der Auskunft über den Immunglobulingehalt (bilden das Immunsystem) gibt
    Mehrkalbskühe besitzen einen höheren Gehalt an Immunglobulinen in der Biestmilch, als Jungkühe –> überschüssige Menge vom ersten Gemelk einfrieren
  • Hygiene
    Gründliche Reinigung des Euters vor dem Melken -> durch Verunreinigungen verlieren die Immunglobuline ihre Wirkung
    - Zum Einfrieren Colostro StartBags verwenden -> bis 4L Fassungsvermögen, hygienisch, leicht aufzutauen
    - Menge -> vom 1.Gemelk innerhalb von 2 Stunden 3 Liter vertränken!


4. Tierbeobachtung

  • Wird genügend Milch und Futter aufgenommen?
  • Keine hängenden Ohren
  • munterer Blick
  • Liegeverhalten
    - Auf einem Haufen, aneinander gekuschelt liegen -> zu kalt 
    - im lockeren Verbund -> genau passend


5. Fütterung

  • MAT Tränkekonzentration im Winter anpassen -> höherer Energieverbrauch durch höheren Wärmebedarf
  • Vollmilch weist durch die natürlichen Schwankungen der Inhaltsstoffe einen Mangel vor allem von Eisen und bestimmten Vitaminen auf
    - Vollmilchergänzer -> Milkra Quick-Mix (flüssig) oder Milkra Voll-Mix (Pulver)
    - Milki Vivo
            - Nachbehandlung Kälbergrippe
            - Unterstützt die Abwehrkräfte mit Vitamin C+E, Selen und Zink
             - Optimiert die Eisenversorgung
             - 21 Tage lang 20g/Tier+Tag in Vollmilch oder MAT
  • Kein Vertränken von belasteter Milch -> Auch Antibiotikareste vernichten gute Darmbakterien!
  • Kälber Trocken-TMR
    - Versorgt das Tier mit allem was es braucht -> Alleinfutter!
    - Verhindert Nährstoffmangel beim Abtränken -> Kälber werden nicht mehr struppig und wachsen besser weg
  • Crystalyx Mentholyx Leckmasse
    - Unterstützt das Immunsystem und die Atemwege mit Eucalyptus und Menthol 
    - Reduzierung der Defizite von Mineralstoffen und Vitaminen
    - Stimulation von Kraft- und Grundfutteraufnahme