Alternativen bei steigenden Eiweißpreisen

Wir beraten Sie gerne!

Fütterungsberatung

  • Analyse des Grundfutters ermöglicht sinnvollen Einsatz der Silagen -> hohe Nährstoffdichte für Laktierende, schwächere für Jungvieh
  • Verschiebung der Verhältnisse von Gras- und Maissilage
  • Grundfutteraufnahme erhöhen
  • Anpassung/Änderung der Zusammensetzung des Eiweißergänzers verhindert Eiweißüberschüsse -> Verringert die Stoffwechselbelastung und spart Geld

Fragen Sie unverbindlich bei unserer Fütterungsberaterin
Sabrina Lehnen nach 0170/ 3721866


Pflanzenbau - langfristig

  • Mehr Leistung aus dem Grundfutter holen – Schwefel nicht vergessen! Schwefel erhöht die Erntemenge, den Energiewert und den Rohproteingehalt. Vergessen Sie aber auch die anderen Haupt- und Spurennähstoffe nicht!
  • Anbau von heimischen Eiweißfuttermitteln, wie z.B. Sojabohnen

Fragen Sie unverbindlich bei unserem Pflanzenbauberater
Helmut Pflügler nach 0175/3228513


Exkurs Futterharnstoff
Harnstoff ist eine Nicht-Protein-Stickstoff-Verbindung (NPN) mit einem Stickstoffgehalt von 46%. Er kann von Pansenbakterien bei Verfügbarkeit von Energie und Mineralstoffen u.a. zu Ammoniak abgebaut (N-Quelle) und zum Aufbau von Mikrobenprotein genutzt werden.

  • Futterharnstoff kann bei falscher Handhabung zu schweren gesundheitlichen Störungen bzw. Tod des Tieres führen (tödlich! ab 50 g/100 kg Körpergewicht)
  • Nur an Wiederkäuer mit voll entwickeltem Pansen verfüttern -> ab ca. 200kg LM bzw. ab 6 Monate
  • Ist ein Futterzusatzstoff und kein Futtermittel -> ist als Einzelkomponente für den Endkunden Aufzeichnungspflichtig
    https://www.lfl.bayern.de/mam/cms07/ite/dateien/harnstoff_merkblatt_mit_protokoll_2017-05.pdf 
  • Kein Düngeharnstoff verwenden -> kann Verunreinigungen enthalten
  • Nur im Mischwagen, aber nicht als Einzelkomponente einsetzen -> die sehr geringen Einsatzmengen lassen sich nicht gleichmäßig verteilen und Futterharnstoff neigt schnell zur Klumpenbildung, stattdessen in die Eiweiß- oder Getreidemischung einmischen lassen
  • Harnstoffkonzentration in 1 – 2 Wochen langsam auf den Zielwert steigern


Einsatzempfehlung LfL Bayern

Nutzungsrichtung Einsatzempfehlung Gesetzlicher Höchstgehalt
Milchkuh und Aufzuchtrinder ab 6 Monaten Bis zu 0,5 % der gesamten Futter-TM oder 10 g / kg TM und maximal 30 % des Gesamtstickstoffs der Ration aus Harnstoff
15 g / 100 kg LG
Mastrinder ab 200 kg Bis zu 0,5 % der gesamten Futter-TM oder 10 g / kg TM und maximal 30 % des Gesamtstickstoffs der Ration aus Harnstoff
15 g / 100 kg LG